Unseren Blog erreicht Ihr nun unter

www.FrugalFamily.de

Wir wissen wie es ist, am Ende des Monats mit einem leeren Konto und ohne Bargeld die letzten Tage auszuhalten bis wieder eine “schöne Zahl” beim Onlinebanking steht. Diese Situation bedeutet Stress, Verzicht und schlechte Laune, aber es muss doch etwas geben, dass diesen Teufelskreis durchbricht. In den nächsten Posts werde ich mich mit unserer Art und Weise beschäftigen, diese Unsicherheit auszuradieren.

Der erste Punkt, und der psychologisch wohl wichtigste, ist der “Emergency Fund”.

Der Emergency Fund ist eine schöne Idee, die ich bisher nur aus Amerikanischen Blogs und Büchern kenne. Es kann gut sein, dass es in Deutschland eine ähnliche Lösung gibt, aber leider bin ich nicht darauf gestoßen.

Die Grundregeln lauten wie folgt:

  • Spare jeden Monat etwas von deinem Einkommen an – BEVOR irgendetwas anderes davon bezahlt wird.
  • Spare einen Betrag an, der einen bestimmten Zeitraum (die Empfehlungen variieren von 3 Monaten bis zu 12 Monaten) deiner monatlichen Mindestausgaben deckt. (Miete, Strom, Lebensmittel…)
  • Dieses Geld sollte möglichst sicher und relativ schnell verfügbar sein.
  • Im Idealfall darf das Geld nie angerührt werden, außer der Ernstfall tritt ein, und das ist auch die goldene Regel – DER EMERGENCY-FUND IST TABU und existiert im Alltag nicht als Geldreserve, sondern nur, wenn alle Stricke reißen.

Wir haben uns auf den 6-Monats-Zeitraum geeinigt. Nach Berechnung unserer Fixkosten (490€ Miete, 55€ Strom, 300€ Telefon und kleinere Posten) haben wir uns das Ziel von 6.000€ gesteckt.

Bei vielen Blogs wird der sofortige Transfer auf eine Sparkonto mit guten Zinsen vorgeschlagen, aber vor kurzem bin ich auf eine – für uns – bessere Umsetzung gestoßen: der 3-teilige Emergency Fund, welcher bei FrugalDad gepostet wurde.

In unserer Situation sieht es folgendermaßen aus:

  1. 500€in der Wohnung, falls innerhalb von Minuten Geld verfügbar sein muss (Wohnungsbrand, oder sonstige Extremfälle)
  2. 1000€ auf einem Girokonto mit EC-Karte (Für unerwartete Dinge, wie z.B. Reparaturen an unserem Roller, unerwartete Rechnungen, usw.)
  3. 4.500€ auf einem gut verzinsten Sparkonto mit der Möglichkeit innerhalb von wenigen Tagen das Geld auf das eigene Konto zu transferieren.

Aus unserer Erfahrung kann ich nur sagen:  Selbst mit den ersten 10€ in Stufe 1 (welche wir in einer kleinen Tupperdose ansparen) fühlten wir uns supersicher im Vergleich zu vorher. Selbst, wenn das Konto leer ist, und das Bargeld weg, haben wir diese kleine Sicherheit in greifbarer Nähe.

Aufgefüllt wird diese Reserve mit einem fixen Betrag jeden Monat (200€) und allem “Extrageld”, welches man bei Geburtstagen, den Eltern oder ähnlichem unerwartet bekommt. Dadurch wächst dieses Polster kontinuierlich an, und mit ihm auch die Sicherheit, nicht direkt vor dem Nichts zu stehen, wenn das Leben mal wieder einen schlechten Tag hat.

Ich persönlich finde ja es gibt nichts schöneres als wenn der Duft eines frisch gebackenen Kuchens durch die Wohnung weht. Während Kochen an sich für mich meist nur eine Beschäftigung ist die dazu gehört, könnte ich stundenlang Kuchen, Torten oder Muffins backen. Leider sind wir nur zu zweit und der Kleine isst ja noch keinen Kuchen  und deshalb  blieb meistens mehr als die Hälfte meiner süßen Kunstwerke ungegessen. Einfrieren ging auch nicht, da unser Froster eigentlich schon immer randvoll ist.

Da ich aber nicht auf das Backen verzichten wollte machte ich mir so meine Gedanken und eines Tages als ich durch den Supermarkt lief, fielen mir Backformen ins Auge, die eigentlich für Kinder gedacht sind, also nur ein viertel so groß sind wie die “normalen”. Ich hab lange mit mir gerungen, da 6 Euro für so eine Springform nicht gerade wenig ist, aber ich konnte mich einfach nicht zurückhalten. Und was soll ich sagen? Es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Hab ich jetzt mal ein paar Früchte vom Grütze kochen übrig, frier ich sie ein oder mach einfach gleich eine kleine Obsttorte daraus.  Läuft mir ein Rezept über den Weg das ich ausprobieren möchte, tue ich es einfach und teile die Mengenangaben einfach durch vier. Klar kommt es dadurch oft auch mal zu “Extraausgaben”, aber aufgrund der geringen Mengen sind es nie mehr als ca 1 Euro. Mehl, Eier usw. habe ich eh immer im Haus.

Und ausserdem finde ich auch trotz des kostenbewußten Lebens muß man sich doch auch mal ein wenig Luxus leisten und ich kann es weiterhin genießen, wenn der schöne Duft von Apfelkuchen durch die Wohnung zieht.

bis morgen

eure Kathi

Hallo,

ich bin Ricky und 25 Jahre alt. Wir beide – Kathi und ich – haben in den letzten 24 Monaten unser Leben um 180° gedreht. Dazu gehören die Geburt unseres Sohns, meine Selbsständigkeit und die Veränderung unserer finanziellen Gewohnheiten. Wir haben gelernt, dass das moderne Leben mit alten Tricks und Kniffen viel mehr Spaß macht und das man mit wenig Geld mehr Spaß haben kann.

Hallo!

Mein Name ist Kathi, ich bin 25 Jahre alt und wie viele Frauen meiner Generation war für mich klar: Nach der Geburt meines Sohnes fange ich natürlich wieder an zu arbeiten.

Ende letzten Jahres wurde mein kleiner Schatz geboren und im März fing ich mit der Unterstützung meines Mannes wieder an zur Arbeit zu gehen . Inzwischen bin ich seit Ende Juli in Elternzeit. Das hat viele verschiedene Gründe, davon und wie schön es sein kann sich um seine Familie zu kümmern – auch wenn das Familien-Budget mal etwas schmaler ausfällt – möchte ich Euch erzählen.

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.